Meine Werkzeuge

 Werkzeuge Stand 2018

Das Zeiss GFL Mikroskop ist ein Mikroskop-Klassiker der 60er Jahre. Mein GFL ist in einem sehr schönen Erhaltungszustand. Es ist ausgestattet mit einigen für mich wichtigen Anbauteilen, wie dem Analysator mit der Aufnahme für den Kompensator. Beides, Analysator und Kompensator, sind erforderlich für die Polarisation. Einige Fotos zur Polarisation sind im Ordner „Hingucker“ dieser Web-Seite zu finden. Das Trinokular gestattet mir die Adaption meiner Canon 70D an das Mikroskop. Mit der Canon 70D fotografiere ich meine Objekte in Spiegelreflex-Fotoqualität.

Das ist Nicotinamid, eine Vitamin B³ Kristallisation. Eine 160-fache Vergrößerung.

Link zur Auswahl gelungener Kristallisationen.

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Das Zeiss Standard 18 ist ein Mikroskop höchster Präzision und wurde in den 70er / 80er Jahren für anspruchsvolle Aufgaben in der Forschung verwendet. Mein Zeiss Standard ist in einem hervorragenden Zustand und mit sinnvollen Anbauteilen ausgestattet. Wichtig für mich ist die hier abgebildete Auflichteinrichtung, mit der ich die Oberfläche von Seifenblasen ausleuchten, vergrößern und fotografieren kann. Einige Fotos meiner Seifenblasen habe ich im Ordner „Hingucker“ auf dieser Web-Seite zum Anschauen bereitgestellt.

Das ist die Oberfläche einer Seifenblase. Fotografiert am Zeiss Standard im Auflichtverfahren mit 80-facher Vergrößerung.       

Eine Übersicht im Web-Album meiner Seifenblasen.

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Das Kleine Schwarze.

Das Zeiss Junior Mikroskop ist der kleine Bruder von meinem Zeiss GFL Mikroskop. Ausgestattet ist das Junior mit einer 12 Volt Halogenlampe. Das Stativ ist ausgebaut mit einer Schwalbenschwanzführung, in der ein 5fach Objektiv-Revolver steckt. In die Schwalbenschwanzführung am Stativ lässt sich auch die Auflichteinrichtung einschieben. Damit ist das Junior universell zu verwenden. Im Moment ist es als Polarisationsmikroskop ausgebaut. Dazu gehören der Poltisch und ein Analysator mit Einschub für den Kompensator.  Ich muss zugeben, dass ich das Kleine nicht so oft benutze. Für meine Mikrofotografie greife ich eher auf mein Standard 18 oder auf das GFL zurück. Bei denen kann ich mit meiner leistungsstarken LED-Beleuchtung belichten. Das Junior eignet sich eher für Exkursionen an Baggerseen und zum Tümpeln oder für die schnelle Übersicht einer Probe zu Hause. Eine LED-Beleuchtung würde das altehrwürdige Junior noch einmal deutlich aufwerten. Diese gibt es nach meiner Kenntnis derzeit aber nicht.

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Mit der Canon 70D und der Yongnuo Blitzlichtausrüstung fotografiere ich meine fallenden Wassertropfen mit einer Verschlusszeit von 1/1000s bis zu einer 1/8000s  in der Highspeedsynchronisation. Das Canon Makro Objektiv EF-S 60mm / F2,8 hat die optimale Brennweite, mit dem ich den erforderlichen Abstand zum Wasserbecken einhalten kann.

Ein Wassertropfen, ausgeformt zu einer Wasserskulptur. Die rote Färbung ist Wasser mit Rote Bete Saft gemischt.

 Klick ins Web-Album zur Highspeedfotografie.

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Viele der hier unten beschriebenen Werkzeuge sind heute nicht mehr aktuell und wurden vor Jahren durch neuere Modelle ersetzt. So z.B. die Coolpix-995 von 2001 und die Canon PRO1 aus dem Jahre 2004. Eine Beschreibung meiner aktuellen Kameras und Mikroskope, siehe oben.

Coolpix 995

Mit der Coolpix 995 von Nikon ist mir vor ca. 18 Jahren der Wechsel zur digitalen Fotografie leicht gefallen. Ich war vom ersten Tag an beeindruckt von den unendlich vielen Möglichkeiten der Kamera. Die technischen Daten der Cool-Pix sind nicht mehr so wichtig, wer sie dennoch wissen möchte, kann das auf www.Nikon.de nachlesen.

 

Hier kurz die wichtigsten Eigenschaften der Coolpix:

Das Drehgelenkobjektiv befolgt das Konstruktionsprinzip einer gelenk-mechanischen Teilung des Fotoapparats in der Mitte, so dass sich die beiden Gehäusehälften um die vertikale Achse ergonomisch günstig gegeneinander bis zu 180° drehen lassen. Dadurch ergeben sich beinahe unbegrenzte Möglichkeiten der Bildgestaltung.

An das innenfokussierende Objektiv mit dem Filtergewinde M28 lassen sich problemlos verschiedene Optiken und Adapter einschrauben. Hier rechts zu sehen ist ein einfacher Adapter für das Trinokular am Zeiss Junior. Dazu eignet sich der Gewindeadapter M28-M37 von Kenko sehr gut. Hier liegt der Reiz in der Improvisation, in der Möglichkeit mit geringen Mitteln akzeptable Resultate zu erzielen.

Der Adapter Coolpix / Zeiss Junior hat einen Materialpreis von ca. 12 €

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Canon Pro1

Zum Fotografieren der Wassertropfen eignet sich die Canon Pro1 ganz hervorragend.

Dazu möchte ich hier nicht alle technischen Daten der Kamera auflisten. Einige Daten und Adaptionen sollte ich aber erwähnen. Als sehr hilfreich hat sich die Kombination aus dem Canon Tubus LA-DC58C und der achromatischen Makro-Vorsatzlinse von Sigma erwiesen. Dadurch verdoppelt sich der Aufnahmeabstand bei gleichem Abbildungsmaßstab.
Der größere Abstand zum aufklatschenden Tropfen ist wichtig wegen der Spritzer, die sonst häufiger auf die Frontlinse der Kamera treffen. Der etwas in die Jahre gekommene Blitz MZ40 von Metz reicht vollkommen aus für meine Zwecke. Mit der Leistung Leitzahl 40 und einem schwenkbaren Reflektor in alle Richtungen gelingt eine gute Lichtführung.

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Zeiss Junior Mikroskop

Meine Bilder im Ordner Mikrofotografie entstanden mit einem ca. 40 Jahre alten Zeiss Junior Mikroskop. Die optische Qualität der damaligen Objektive kann sich ohne weiteres mit denen moderner Mikroskope messen. Auf das Design und den Bedienungskomfort neuerer Mikroskope muss man zwar verzichten, dafür erhält man aber einen robusten “Klassiker”, der heute aufgrund  hoher fertigungstechnischer Qualität gar nicht mehr zu bezahlen wäre.

Man muss kein technischer Spezialist sein, um zu guten Mikrofotos zu kommen. Zwar handelt es sich um ein technisch anspruchsvolles Gebiet der Fotografie, aber mit etwas Geduld und technischen Verstand ist es gar nicht so schwer zu den gezeigten Ergebnissen zu kommen.

Finanziell verlangt diese Ausrüstung weit geringere Opfer als man vermuten würde. Gebrauchte Mikroskope der 60er und 70er Jahre sind durchaus bezahlbar. Ich kenne Hobby-Fotografen, die allein für das Gehäuse ihrer Kamera mehr Geld ausgegeben haben als ein vernünftiges gebrauchtes Zeiss Mikroskop kostet.

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Das Studio

Das Studio für die Wassertropfenfotografie ist ein Aufbau, der nicht viel Platz beansprucht. Um gleichmäßig fallende Tropfen zu bekommen, eignet sich bestens ein Infusionsbesteck, das  in der Apotheke für wenig Geld, etwa 2 €, zu haben ist. Mit dem Durchflussregler am Infusionsbesteck  lässt sich die Tropfgeschwindigkeit gut kontrollieren.

Hier links ein einfacher aber funktioneller Aufbau:

Sehr wichtig ist die optimale Lichtführung.

Die Reflexionsflächen für das indirekte Blitzlicht bestehen im Hintergrund aus eine Dialeinwand. Links und rechts werden weiße Tücher abgehängt. Jetzt kann nach Belieben mit der Belichtung “gespielt” werden: Reflektor rechts, links, oben oder unten, das Ganze mit oder ohne Aufhellblitz.
Mit jeder Blitzeinstellung entsteht ein neues Belichtungs-Szenario.

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Drei Tropfen zusammengestellt. So sieht der Ablauf nach dem Aufprall eines Tropfens im Wasserbecken aus. Der Ablauf dauert etwa eine Sekunde.